PRIVATE QUARTERS: ELLY MCGAW

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PRIVATE QUARTERS, ELLY MCGAW, NEW YORK 2026

Stylistin Elly McGaw öffnet die Türen ihres Hauses im Bundesstaat New York. Wir haben mit ihr über die Verbindungen zwischen Mode und Interieur gesprochen, über die Familienstücke, von denen sie sich nie trennen wird, und über die Ruhe, die sie dort gefunden hat.

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Sie haben Design studiert, bevor Sie ins Styling wechselten. Hat dieser Hintergrund verändert, wie Sie ein Zuhause betrachten?

Ja, ein Designhintergrund ist aus praktischer Sicht natürlich hilfreich. Gleichzeitig gibt es viele Verbindungen zwischen kreativen Bereichen. Ob man einen Raum gestaltet oder das Konzept für ein Shooting entwickelt, der Anfang ist oft derselbe: eine leere Fläche, eine Idee, ein Thema und eine durchdachte Auswahl.

Ich habe festgestellt, dass die Modewelt beruflich besser zu mir passt. Heute gehört es jedoch zu meinen liebsten Hobbys, Vintage-Stücke für das Zuhause zu suchen und zu entdecken. Ich bin sehr gern zu Hause und glaube daran, Räume zu schaffen, die zugleich inspirieren und Ruhe vermitteln.

Es war außerdem sehr besonders, diesen Prozess mit Daniel zu teilen. Seinen Blick als Interior Designer bewundere ich sehr.

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Mit Ihrem Hintergrund bewegt sich Ihre Arbeit oft zwischen Mode, Architektur und Interieur. Sehen Sie darin getrennte Disziplinen oder Teile eines gemeinsamen kreativen Zusammenhangs?

Ich sehe sie als klar miteinander verbunden. Design, Styling und kreative Bildgestaltung beruhen gleichermaßen auf Zurückhaltung, Negativraum, Proportionen, einem Verständnis der Designgeschichte und einer starken visuellen Sprache. Neugier und Geschmack sind natürlich entscheidend, doch die besten Kreativen sind häufig diejenigen, die zwischen Disziplinen wechseln und aus unterschiedlichen Bereichen Referenzen und Inspiration beziehen.

Wenn ich ein Shooting entwickle, steht oft zunächst die Umgebung oder das Interieur im Mittelpunkt. Der Raum inspiriert mich genauso wie die Mode. Architektur und Umfeld helfen dabei, die Geschichte zu formen.

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Welcher Architekt wäre Ihrer Meinung nach der beste Modedesigner?

Mir fallen zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten ein. Ludwig Mies van der Rohe könnte etwas für Phoebe Philo oder Jil Sander schaffen – minimalistisch und raffiniert, mit besonderem Augenmerk auf Material und Proportion.

Antoni Gaudí würde die entgegengesetzte Richtung vertreten. Ich stelle mir etwas Theatralisches, Ideenreiches und beinahe Surreales vor – eine Welt mit Anklängen an Elsa Schiaparelli, in der Fantasie und Handwerk zusammenkommen.

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Sie haben einen großen Teil Ihres Erwachsenenlebens zwischen Australien und New York verbracht. Wie finden diese beiden Welten heute in Ihrem Leben zusammen?

Sie sind völlig unterschiedlich, und genau das macht ihren Reiz für mich aus. Gegensätze haben mich schon immer angezogen – vielleicht liegt das an meinem Sternzeichen Zwilling. Die Energie, Kultur und Dynamik New Yorks stehen dem ruhigeren Rhythmus und der Nähe zur Natur in Australien gegenüber. Gemeinsam schaffen sie ein Gleichgewicht, das sich für mich ganz natürlich anfühlt. Ich glaube nicht, dass das eine ohne das andere funktionieren würde.

Je älter ich werde und je länger ich fern vom Meer lebe, desto stärker vermisse ich diese Verbindung. Deshalb habe ich gelernt, Ruhe auf andere Weise zu finden. Unser Haus im Wald im Norden des Bundesstaats New York ist zu einem Ort der Erholung geworden – ein Gleichgewicht zwischen Stadt und Natur.

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Wenn jemand zehn Minuten allein in Ihrer Wohnung wäre, was würde er über Sie lernen?

Dass ich keine besondere Vorliebe für kräftige Farben habe.

Wovon könnten Sie sich in Ihrer Wohnung niemals trennen?

Kürzlich haben mir meine Eltern eine Sammlung aus Glas und Keramik geschenkt, die früher meiner Großmutter gehörte. Diese Stücke sind für mich von großer Bedeutung, weil sie Geschichte und Familienerinnerungen in sich tragen. Ich werde sie immer behalten.

Welcher Wohntrend sollte nie ein Comeback erleben?

Sichtmauerwerk im Innenraum. Damit kann ich nichts anfangen.

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Was haben Sie zuletzt gekauft und unmittelbar bereut?

Ich habe in letzter Zeit einige fragwürdige Designentscheidungen getroffen. Ich muss das amerikanische Maßsystem besser verstehen, weil ich immer wieder die falschen Größen bestelle.

Vor Kurzem habe ich online ein Paar schöne Wandleuchten gekauft. Ich dachte, sie würden kleine, charmante Details im Raum sein. Als sie ankamen, waren sie jedoch riesig. Sie sahen völlig unverhältnismäßig aus und stehen nun in der Garage und sammeln Staub.

Wessen Garderobe würden Sie sich am liebsten aneignen?

Die von Phoebe Philo und Miuccia Prada. Berufstätige Frauen – praktisch, aber mit sicherem Geschmack.

Was kommt nie aus der Mode, weder in einem Raum noch in einer Garderobe?

Hochwertige Materialien. Wenn etwas Qualität hat, bleibt es dauerhaft – in funktionaler wie in stilistischer Hinsicht.

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Wenn Sie für den Rest Ihres Lebens nur noch bei einem Anbieter einkaufen könnten, welcher wäre es?

Ganz eindeutig 1stDibs. Dort gibt es die beste Vintage-Mode und die besten Möbel. Vintage für immer.

Welchen Raum haben Sie betreten und sofort gedacht: Hier ist alles genau richtig?

Ich glaube, ich müsste noch mehr Räume dieser Art kennenlernen. Diejenigen, die ich wirklich liebe, kann ich oft nur aus der Ferne bewundern, weil sie sich kaum nachbilden lassen.

Zum Abschluss: Welches ist Ihr Lieblingsstück von Nordic Knots, und warum?

Ich mag sie alle und habe viele Favoriten. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den Grand in Warm Gray wählen. Er ist weich, voluminös und passt in nahezu jeden Raum.

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Fotografiert von Billal Baruk Taright.